Grid 2

Grid 2

Hochglanz-Rennsimulation mit einem Schuss Action

Grid 2 setzt die von Vorgänger Grid bekannte Mischung aus Arcade-Rennspiel und Rennsimulation fort. Das Spiel bringt über hübsche Grafik und eine aggressive künstliche Intelligenz hinaus wenig Neues. Ganze Beschreibung lesen

Vorteile

  • abwechslungsreiche Fahrzeuge
  • beeindruckende Grafik
  • herausfordernd
  • gute künstliche Intelligenz

Nachteile

  • bringt kaum Neuerungen mit
  • sehr empfindliche Steuerung
  • ungenaue Streckenkommentare

Herausragend
8

Grid 2 setzt die von Vorgänger Grid bekannte Mischung aus Arcade-Rennspiel und Rennsimulation fort. Das Spiel bringt über hübsche Grafik und eine aggressive künstliche Intelligenz hinaus wenig Neues.

Immer dasselbe Grid

Grid 2 bringt zwei Spielmodi mit - Story und Multiplayer. Im Story-Modus kämpft man in einer Serie von Rennen gegen computergesteuerte Fahrer und strebt den Sieg gegen die Konkurrenz an. Mit jedem Sieg gewinnt der Spieler Fans. Fans sind die heimliche Währung in Grid 2, um weitere Rennen und Fahrzeuge freizuschalten.

Das Beste an Grid 2 ist die große Bandbreite an Fahrzeugen, Fahrstilen, Events und Strecken. Das Spiel zieht einen hinein, wenn man mit dem Ford Focus ST über Küstenstraßen rauscht, mit einem McLaren F1 GT über den Nürburgring brettert oder mit dem klassischen Mercedes Benz 190E 2.5 durch Paris oder Barcelona tuckert.

Verschiedene Rennstile sorgen in Grid 2 für Abwechslung: Karriere, Überleben, Zeitrennen, Drift. Hinzu kommen Rennen mit zufälligen Ereignissen, in denen sich die Strecke in Echtzeit verändert. Die Ereignisse sind schwer vorherzusehen und erschweren das Einprägen der Route. Man muss reaktionsschnell reagieren. Dieser Modus ist von Spielen wie Midnight Club inspiriert und funktioniert meist ganz gut. Ab und zu geht aber etwas schief und man bleibt in einem Abschnitt hängen.

Was an Grid 2 sofort auffällt, ist ein rauhes Renngefühl, hart und aggressiv. Die Karriere spricht Spieler persönlich an: Sein Name taucht etwa in virtuellen YouTube-Videos auf. Das System war in Grid noch innovativ, hat sich seitdem aber kaum weiter entwickelt.

Der Multiplayer-Modus entspricht Rennspiel-Standardkost. Bis zu zwölf Spieler treten gegeneinander an. Bis man allerdings ins Spiel kommt, verheddert man sich in den zahlreichen Menüs von Grid 2 und verliert unnötig Zeit. Sobald das Spiel aber erstmal beginnt, läuft alles rund und ohne Verzögerungen.

Über das Racenet Network vergleicht man seine Spielleistungen mit Freunden und Fremden. Das System spornt den Spieler an, Herausforderungen anzunehmen und sich von Sieg zu Sieg an die Spitze zu fahren.

Kleine Fahrfehler mit großen Folgen

Zu den Neuerungen von Grid 2 zählt TrueFeel, ein neues Steuerungs-System. Richtungseingaben sprechen nun direkter an als im Vorgänger. Mitunter wirkt die Steuerung sogar zu direkt und führt zu gefährlichen Manövern.

Besonders auf den engen Strecken landet man nach dem kleinsten Fahrfehler an der Mauer oder im Zaun. Fahrfehler lassen sich bis zu fünfmal pro Rennen korrigieren, indem man die Zeit kurz zurückspult.

Insgesamt fühlt sich Grid 2 so an, als sei es für Lenkräder optimiert.

Tötet den Streckenkommentator!

Der Hersteller hat den Grafikmotor von Grid 2 tüchtig aufgebohrt. Das Spiel sieht besser aus als je zuvor. Auch wenn das Ergebnis nicht so spektakulär ist wie einst bei Grid zu seiner Zeit, weiß Grid 2 auch im heutigen Rennspiel-Vergleich zu begeistern.

Die Soundeffekte überzeugen ebenfalls, allerdings gibt es ein störendes Element: den Rennkommentator. Die Sprüche mischen Belangloses mit Falschinformationen. Liegt man in Führung, passen Sprüche wie "Du liegst hinten und solltest einen Zahn zulegen" einfach nicht. Derlei Fehler sind keine Seltenheit in Grid 2.

Fazit: Tolles Rennspiel mit wenigen Neuerungen

Grid 2 ist ein hervorragendes Rennspiel. Es läuft flott, unterhält gut, bietet einen guten Mix aus Herausforderungen und toller Grafik, ist lang und abwechslungsreich. Der Schwachpunkt liegt in den fehlenden Neuerungen. Der Hersteller hat an den Funktionen gefeilt, sie sichtbar verbessert, aber kaum Neues gewagt. Im Ergebnis bleibt Grid 2 ungeachtet dessen ein sehr gutes Rennspiel, das Genre-Freunde nicht verpassen sollten.